T-Shirt Quilts nähen - eine Herausforderung?

T-Shirt Quilts nähen - eine Herausforderung?

Aus Jersey einen Quilt nähen? Was sollte man beachten und wie kann man sich diese Aufgabe erleichtern?

Ich hatte schon vage davon gehört, aber es weit von mir gewiesen, zumal Jersey und ich nicht die besten Freunde sind: aus T-Shirts einen Quilt nähen. Eine Kundenanfrage hat mich dann doch noch auf Trab gebracht. Bevor ich zugesagt habe, mussten Infos her aus den Foren und auf Youtube. Nicht alle Empfehlungen erschienen mir empfehlenswert.

Da wir es nicht wirklich mit Patchwork zu tun haben, sind die Schritte überschaubar. 25 geliebte Stücke wurden mir übergeben. Und so bin ich vorgegangen:

  • Grundsätzlich müssen für das Nähen mit Jersey Maschinennadeln mit Kugelspitze verwendet werden, ansonsten riskiert man Laufmaschen. Ebensolche Nadeln habe ich auch für die Longarm-Maschine zum Quilten beschafft. Denkt in diesem Zusammenhang über den Gebrauch von Stecknadeln nach! Auch die gibt es mit Kugelspitze zu kaufen, aber ich finde sie sehr teuer. Darum habe ich ausschließlich mit Clips gearbeitet. 
  • In den Foren heißt es, die Drucke etwas größer als 12,5 * 12,5 Inch grob zuzuschneiden. Das wäre in diesem Fall sehr schade gewesen, die Drucke waren teilweise wesenlich größer und alle unterschiedlich breit. Wo irgendmöglich, habe ich sie nicht zerstört und dann einmal grob ausgelegt.
  • Damit sich die Decke später nicht verzieht, wodurch die Nähte reißen könnten, wird die Rückseite der Drucke mit einer sehr dünnen gewebten Klebeeinlage verbügelt. Ein zeitraubender Prozess! Es war schon schwierig eine Einlage zu finden, die den amerikanischen Empfehlungen entspricht. Eine Supportanfrage bei Freudenberg-Vlieseline war nicht sehr hilfreich.
  • Nun kann man die Teile auf das gewünschte Maß zurückschneiden und mit dem "Layout" beginnen. Ich wollte alles unterbringen, was meiner Kundin lieb und teuer war. Deshalb befinden sich auch Stücke aus den Ärmeln, Pflegehinweisdrucke oder Logos darunter.
  • Der Gedanke Attic Window-Rahmen zu nähen, fiel aus, weil die Stücke zu unterschiedlich waren. Darum habe ich zuerst unten und oben jeweils Streifen von 1,5 Inch angesetzt und dann die senkrechten Rahmen in der gleichen Weise angenäht. Der Rand musste etwas schmaler ausfallen, weil ich schon eine ziemliche Größe erreicht hatte.
  • Mit Rückseite und Vlies ging es nun auf die Longarmmaschine. Ich hatte befürchtet, dass sich der Jersey schieben würde, tat er aber nicht. Das Quilten war wirklich ganz problemlos.
  • Nun noch das Binding und fertig.

Fazit: T-Shirt-Quilt? - Gerne wieder! Es hat Spaß gemacht und mit dem Ergebnis kann man ganz und gar zufrieden sein.

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